Am romantischen Königsschlösser Marathon 24./25.7.2010

Der Lauftreff Spiez besuchte zusammen mit¨“Fun and Run“ Thun das diesjährige Füssener Laufwochenende vom 24./25. Juli 2010. Zusammen mit Ruedi Brunner organisierte Hanspeter von Känel die Reise ins Allgäu. Trotz Regen am Samstagabend erwarteten die Reiseteilnehmer ein tolles Lauferlebnis und eine äusserst herzliche Gastfreundschaft der Wildsteiger Freunde.

Nach dem Abholen der Startnummern im Festzelt in Füssen ging die Reise weiter nach Wildsteig, das in diesem Jahr gerade 900-jährig geworden ist. Im Gasthof zur Post wurden die gemütlichen Zimmer bezogen und die Halbmarathonläuferin und die sechs Halbmarathonläufer bereiteten sich auf den Start in Füssen um 18.30 Uhr vor. Mit zwei Kleinbussen fuhren uns Albrecht und Jürgen zurück nach Füssen.

Halbmarathon - Altstadt, Lechauen, Mittersee und Obersee Bei strömendem Regen begann das Laufabenteuer. Eine Runde à 7 km musste dreimal zurückgelegt werden. Teer, Kopfsteinpflaster und Naturwege wechselten sich ab, so dass an eine schnelle Zeit nicht zu denken war. Aber abwechslungsreich war der Halbmarathon und die Wildsteiger spornten die Berner Oberländer kräftig an.

Zum Glück liess der Regen zeitweise etwas nach, so dass man die reizvolle Landschaft am Obersee und am Mittersee zumindest in Grautönen sah und einem die 12%-ige, kurze Steigung wenig Mühe machte.

Alle Läuferinnen und Läufer des Lauftreffs absolvierten den Parcours mit Erfolg und liefen gut gelaunt ins Ziel. Kurt belegte sogar den dritten Rang in seiner Kategorie, was bedeutete, dass noch ein zweites Bier genehmigt werden musste bis zur Rangverkündigung. Auch der 1. Rang in der Kat. M 65 vom Thuner Hans von Gunten wurde eifrig beklatscht. Andreas knackte bei seinem ersten Halbmarathon beinahe die 2-Stunden-Grenze. Weiter so! Eine Auszeichnung verdient hätte auch Wale Zeller. Einen besseren Betreuer hätte sich Regina nicht wünschen können.

In netter einheimischer Gesellschaft wurde im Gasthaus zur Post nach der Rückfahrt noch weiter „prichtet“ und Bier degustiert, während die Marathonläufer längst schliefen und von kühnen Taten träumten.
 
Romantik-Marathon - zu viel versprochen?

Die Antwort gleich vorneweg: Nein, das ist landschaftlich gesehen tatsächlich ein wunderschöner Marathon, selbst für diesbezüglich verwöhnte Jungfrau-Marathon-Läufer. Was ich am Vortag erahnen konnte, sollte sich jetzt an diesem Sonntag bewahrheiten: ein Marathon für Geniesser in intakter Natur.

In aller Herrgottsfrühe kletterten die vier Marathonläufer und deren Begleiter aus dem Bett. Der Startschuss zum grossen Abenteuer sollte ja schon um 7.30 Uhr fallen. Das Zmorge-buffett stand bereit im Gasthaus zur Post, wenig wurde gesprochen. Draussen standen ein Bus mit vier Bikes im Laderaum und ein privater Audi A4, zur Verfügung gestellt von den Wildsteiger Freunden. Unweit vom Start konnte parkiert werden und Hase, Chrögu, Martin und Bänz hatten viel Zeit, um sich auf das grosse Laufabenteuer vorzubereiten. Für Bänz war’s die Premiere! Die Reifen der Bikes benötigten noch etwas Luft, danach berieten die Läufer und Begleiter nochmals die Strecke und die Verpflegungsstationen.

Am besten erzählen euch die vier Marathonläufer selbst, wie es ihnen am Forggersee entlang, um den Hopfensee herum und an den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau vorbei ergangen ist!

Eines ist sicher: Obschon mehrheitlich auf Naturwegen unterwegs liefen Martin (3:11) und Hase (3:14) hervorragende Zeiten und auch Debütant Bänz gelang ein ausgezeichneter Marathon (3:48), während Chrögu sehr bald seine Verletzung spürte, Tempo wegnahm, aber sich das aussergewöhnliche Lauferlebnis nicht nehmen liess!

Nach dem mehr als verdienten Bier und einem Imbiss im Festzelt liessen die müden Marathon-läufer und deren Begleiter noch die Rangverkündigung über sich ergehen und dann ging’s zurück nach Wildsteig, wo die Zeit gerade noch reichte, um sich etwas zu erholen, denn um 15 Uhr waren alle Oberländer zu „Kaffee und Kuchen“ im Clubhaus des Sportvereins eingeladen. Die Frauen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Die Auswahl an Backwaren war so gross wie in einer Bäckerei-Konditorei und kaum hattest du das Bierglas geleert, stand wieder ein gefülltes vor dir. Die charmante und herzliche Gastfreundschaft werden die Berner Oberländer nie vergessen. Nach einem abendlichen Spaziergang vom Sportplatz zum Gasthof hinunter traf man sich noch zum gemeinsamen Abendessen in der Gaststube. Am nächsten Morgen nahmen sich die Wildsteiger sogar noch Zeit, um Abschied zu nehmen und gaben allen noch „a gschaits Bier“ mit auf die Heimreise.

Das Füssener Laufwochenende 2010 wird uns in bester Erinnerung bleiben!
Regina (Bilder) und Markus (Text), Oktober 2010

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Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein


Hohenschwangau
Schloss Hohenschangau